Auf dem Gelände des Alten Forstamts in Jugenheim ist ein Mehrgenerationenhaus entstanden.
Seit Januar 2009 leben und arbeiten alle Mietparteien in dem 500 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäude. Zuvor wurde es nach dem Erwerb durch eine Stiftung aufwendig saniert und den Bedürfnissen seiner Bewohner angepasst.
Das Erdgeschoss des Hauptgebäudes teilen sich die Diakoniestation der nördlichen Bergstraße (häusliche Pflege) und der SzenenWechsel.
Das Obergeschoss bewohnt eine Wohngemeinschaft von an Demenz erkrankten Menschen. Das Obergeschoss der Remise gegenüber dem Haupthaus wird von der Waldjugend genutzt.
Die Begegnung von Jung und Alt
Ganz wichtig ist allen Bewohnern des Alten Forstamts die Begegnung von Jung und Alt. Aus diesem Grund
besucht die Kinderkrippe mit 10 Kindern zwischen 18 Monaten und 3 Jahren einmal im Monat die acht Bewohner der Wohngemeinschaft einen Stock höher. Vorbereitet werden diese Treffen von einer Ergotherapeutin, die jedes Treffen unter ein bestimmtes Thema stellt.
Die Kinder gehen mit ihrer Lebendigkeit offen auf die alten Menschen zu, präsentieren sich beispielsweise stolz mit Mütze auf dem Kopf oder verteilen kleine Glöckchen zum Spiel. So entstehen wunderschöne Begegnungen zwischen Jung und Alt.
Gemeinsames Singen, das mit Spiel und Bewegung verbunden ist, rundet die Treffen ab und ist eine große Bereicherung für alle.
Wenn die Kinder wieder weg sind und in der Wohngemeinschaft wieder Ruhe eingekehrt ist, liegt immer noch ein glückliches Lächeln auf den Gesichtern der Bewohner.
Es haben auch schon einzelne Besuche einer Bewohnerin der Demenz-Wohngemeinschaft in der Krippe stattgefunden, was für die Kinder immer eine willkommene Abwechslung darstellt.
Im Sommer finden auch Treffen im Garten statt. Die ältere Generation hat dabei viel Freude an dem Tatendrang der jungen Generation und die Kleinen pflegen einen behutsamen Umgang mit den „Omis und Opis“.
Traditionell nimmt die Hausgemeinschaft am "Tag des offenen Denkmals" im September teil. Schon während der Planungs- und Umbauphase wurden die Türen für die Interessierten geöffnet und im Garten Kaffee, Kuchen und anderes verkauft.
Offene Wünsche
Ein großer Wunsch aller Bewohner des Forstamts ist der Ausbau der Remise zu einer Begegnungsstätte mit Café. Die Waldjugend wird ihren Platz im Obergeschoss behalten. Für das Erdgeschoss wünscht man sich eine Möglichkeit, auch die Bürger von Seeheim-Jugenheim in die Begegnung mit einbeziehen zu können.
Spenden
Um offene Wünsche realisieren zu können, braucht es Geld. Wenn Sie für ein wunderbares, spannendes und generationsübergreifendes Projekt spenden möchten, freuen sich alle Bewohner und Mitarbeiter.
Empfänger: Dr. Heinz und Andreas Schmitz Stiftung Bank: Volksbank Seeheim-Jugenheim BLZ: 508 648 08 Konto-Nr.: 160 415