Der Tag hat seine Ordnung - Struktur im Alltag

Die gewohnten Aktionen und Rituale sind in den letzten Tagen weggebrochen. Vielen Eltern und Kindern fehlt das, denn eine Struktur für den Tag zu haben, das tut gut und gibt Sicherheit. Relativ feste Zeiten zu benennen für die Mahlzeiten, für Ausruhzeiten, für gemeinsames Spielen sind in der aktuellen Situation hilfreich. Das bietet Orientierung für alle Familienmitglieder. Denn allen Beteiligten ist klar, dies sind keine Ferien, dass ist eine Ausnahmesituation.

Eine Möglichkeit den Alltag gut zu strukturieren, ist eine Wandtafel mit z.B. Zetteln zu entwickeln wo regelmäßigen Aktionen festgehalten werden. Andere Familien setzen sich jeden Abend hin und überlegen gemeinsam wie der nächste Tag aussieht. Andere besprechen immer nur einen halben Tag. Welche Struktur der Alltag hat, ist von Familie zu Familie unterschiedlich, genauso wie die Bedürfnisse der Familien in Abhängigkeit vom Alter der Kinder sich unterschiedlich gestalten.

Wenn Eltern im Homeoffice arbeiten, ist es wichtig, die Erwartungshaltung zu minimieren. Das Arbeiten mit Kindern zu Hause ist nicht wie das Arbeiten im Büro. Hier ist wichtig sich bewusst zu machen, dass es einfach normal und kindgerecht ist, wenn Kinder die Eltern zwischendurch ansprechen und Zuwendung oder gemeinsames Spiel wünschen. Da hilft es eine Idee davon zu haben, wie der Tag verläuft, um Spannungen im Miteinander zu reduzieren.

Eins ist klar: Eine neue Ordnung im Tagesablauf, neue Rituale zu erarbeiten, benötigt Zeit und Verständnis im Miteinander.

Hier gibt es einen Artikel der Stuttgarter Nachrichten zum Thema "Was man jetzt im Familienalltag tun und lassen sollte":
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.coronavirus-und-der-neue-familienalltag-eltern-und-kinder-allein-zu-haus.52995d36-bf82-4a43-8549-0bfdbdd0e8cd.html

Eine Idee von Monika Reetz, Elterncoach/ Familienresilienz in Eberstadt:

Ein Tagebuch schreiben

Obwohl diese Ausnahmesituation, in der wir uns alle befinden, nun bereits seit über 3 Wochen anhält, ist es in meinen Augen nicht „zu spät“, noch mit einem Tagebuch zu beginnen.

Man könnte es ein „Persönliches Resilienztagebuch“ nennen:

Resilienzkräfte sind unsere Widerstandskräfte, die wir aktivieren können, um Krisen zu meistern. Diese sind für jeden Menschen sehr individuell und auch immer Veränderungen ausgesetzt.

Sowohl für Kinder & Jugendliche als auch für Erwachsene kann es sehr sinnvoll, interessant und für kommenden Zeiten eine wertvolle Kraftquelle sein, aufzuschreiben, wie wir mit der momentanen Situation, den verschiedenen Herausforderungen umgehen.

Wie gestalten / verbringen wir den Tag? Gibt es neue Gepflogenheiten? Hat sich eine Art neuer Rhythmus eingestellt?

Was hilft uns? Welche Tätigkeiten sind wohltuend, welche erleben wir als Kraftquelle? Welche Situationen oder Begebenheiten sind für die ganz Familie stärkend? Wer tut wem gut und womit?

Was sollte am besten derzeit vermieden werden? Wo verstecken sich Krafträuber?

Welche Gedanken / Sorgen begleiten uns? Was genau ist am schwierigsten auszuhalten? Was wird am stärksten vermisst?

Diese Fragen mögen Anstöße geben, die Tage mit ein wenig Abstand zu reflektieren und Einiges niederzuschreiben! Viel Freude mit Ihrem Tagebuch!

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